ZehnMalZwei: Interview mit Honne

Honne UK

James und Andy gehen gerade steil mit ihrem Electronic Soul-Projekt Honne. Auf ihrer EP “Coastal Love” klingt das Ganze dann ungefähr so, wie wenn sich Marvin Gaye, Nicolas Jaar und Thom Yorke zu einem sommernächtlichen Cabriolet-Trip in Miami verabreden. Grund genug für uns die zwei Londoner mal auszuquetschen und zwar mit Hilfe unserer neuen Interview-Serie “ZehnMalZwei”: Zwischen zwei Stichwörtern müssen in diesem Fall Honne auswählen, was ihnen am meisten zusagt und das am besten noch begründen können. Andy und James von Honne haben sich vor ihrem Auftritt im Prince Charles drauf eingelassen und dabei ne Menge Spaß gehabt. To be repeated… Aber lest selbst:

1 Coastal Love oder Love on a boat?

Andy: James, du auf jeden Fall Coastal Love, weil du seekrank wirst auf einem Boot.

James: Die Entstehungsgeschichte von unserem Song „Coastal Love“ ist schon ein bisschen außergewöhnlich. Ich schreibe meistens die Musik und Andy steuert die Lyrics bei. Irgendwie fiel mir dieser Begriff „Coastal Love“ ein. Ich habe dann dementsprechend das Soundkonzept gestaltet und habe es Andy geschickt.

Andy: Ich war zu der Zeit in einer Fernbeziehung nach New York. Also passte der Arbeitstitel „Coastal Love“ von James perfekt. Ich habe dann darauf basierend die Lyrics geschrieben. Normalerweise schreibt jeder für sich und wir setzen die Teile dann gemeinsam zusammen. Das war bei dem Song ein bisschen anders. Was das Video angeht, hatten wir ein paar Ideen und haben die eher zufällig an Danilo Parra geschickt, der in New York wohnt und das Video dort fantastisch umgesetzt hat.

James: Wir waren echt glücklich, dass es jemand aus New York war, der die Idee umgesetzt hat. Das passte natürlich perfekt zum Thema des Songs.

 

2 Produzieren oder auftreten?

Andy: Das ist eine richtig schwierige Frage.

James: Ich finde, dass beides sehr dankbar sein kann und mich glücklich macht. Allerdings kann man bei beidem auch einen furchtbaren Tag haben.

Andy: Beides hat Vor-und Nachteile im gleichen Maße. Das ist eigentlich ein No-Go, also ziehen wir den Joker und sagen: beides!

James: Der tollste Auftritt, den wir bisher hatten, war erst vor ein paar Wochen im Londoner Club „Laundry“. Das war fantastisch, weil es unser mit Abstand größer Gig bisher war und wir uns an dem Abend fragten: Wie zur Hölle ist das passiert?

Andy: Das war schon ein außergewöhnlicher Abend und der Club ist echt abgefahren. Früher war das eine Industriewäscherei, dann wurde es zu einem Parkhaus und jetzt ist es ein Club, inden man mit dem Auto reinfahren kann und der ab und zu Live-Konzerte veranstaltet. Das war cool.

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3 Jetset oder Chillout?

Andy: Chillout.

James: Definitiv. Auch wenn es ums Touren oder Reisen geht. Ich mag es neue Orte zu sehen. Aber wenn ich schon einmal da bin, möchte ich auch mehr Zeit dort verbringen und das tun, was die Locals tun. An neuen Orten sehe mir nicht nur die großen Sehenswürdigkeiten an, sondern möchte lieber das Gefühl haben, wie es ist, dort zu leben.

4 Thom Yorke oder Tom Jones?

James: Thom Yorke.

Andy: Thom Yorke, auf jeden Fall. Sorry, Tom Jones!

James: Wir sind beide mit Thom Yorkes Musik aufgewachsen. Ich war als Jugendlicher total besessen von Radiohead. Seine elektronischen Produktionen haben definitiv mehr Einfluss auf uns als Tom Jones.


5 Zweitausend Twitter-Follower mehr oder einmal zweitausend Menschen auf einem Konzert in eurer Lieblings-Venue?

James: Definitiv zweitausend Leute auf dem Konzert. Das ist das beste Gefühl der Welt.

Andy: Es ist nicht so, dass wir Social Media-Kanäle nicht nutzen oder nicht mögen. Das ist eine tolle Möglichkeit um mit unseren Fans zu kommunizieren, aber die beste Art und Weise als Musiker mit Menschen in Kontakt zu kommen ist auf jeden Fall ein Live-Auftritt. Das kann durch nichts ersetzt werden.


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6 Mit 65 Jahren: Lieber in einer Schule unterrichten oder auf der Bühne stehen?

James: Auf der Bühne stehen.

Andy: Ja, auf jeden Fall. Sonst wäre ich ja nicht hier.(alle lachen)

James: Aber wir haben bevor das mit Honne losging, Musik unterrichtet. Ich habe Kindern Gitarre beigebracht.

Andy: Ich auch und das hat auch Spaß gemacht.

James: Es ist das tollste Gefühl Kindern etwas beizubringen, die richtig Lust auf Musik haben. Aber wenn die keine Lust darauf haben, ist es furchtbar. Es gibt nichts schlimmeres als einen unmotivierten Dreizehnjährigen hinter dem Drum-Kit.(lacht)

7 Verloren in New York oder glücklich in York?

James: Glücklich in York, aber in den Yorkshire Dales. Das ist eine hügelige Landschaft in Englands Norden. Absolut traumhaft und ein toller Rückzugsort. Aber es ist eine gute Frage, ob man lieber glücklich an einem langweiligen Ort oder etwas verloren an einem aufregenden Ort sein will. Als wir noch in London unterrichteten, waren wir beide ein bisschen auf Stand-By und nicht so richtig zufrieden und oft sehr erschöpft. Das hat uns irgendwie geholfen noch härter an dem Traum Musiker zu sein zu arbeiten. Einfach um aus dieser unbefriedigenden Situation rauszukommen.

Andy: York, weil in der Gegend alle einen großartigen Dialekt haben. Außerdem lieben es die Nordengländer Tee zu trinken und wir lieben das auch.

8 Ein bisschen zu cheesy oder ein bisschen zu anpruchsvoll?

Andy: Ein bisschen zu cheesy, weil man darüber lachen kann. Wenn z.B. Musik zu anspruchsvoll ist, dann fühlen sich viele Leute ausgeschlossen.

James: Es kommt ein bisschen darauf an, worüber wir sprechen. Was Sandwiches angeht: Zu cheesy!(alle lachen)

Andy:
Wenn man  mit seinen besten Freunden in einem Club abhängt und die Musik zu cheesy ist, dann hat man definitiv mehr Spaß.

James: Wenn die Musik zu anspruchsvoll ist, tanzen weniger Leute und das finde ich irgendwie nicht so cool.

9 Flanger oder Echo?

Andy: Also ich würde Echo nehmen.

James: Würde ich auch sagen. Was Effekte angeht stehe ich aber im Moment sehr auf Chorus. Also wenn ich mich entscheiden müsste, ob Flanger oder Echo, nehm ich Chorus.(lacht)

10 Londoner Warehouse oder Besetztes Haus in Berlin?

Andy: Einfach nur, weil ich noch nie da war, würde ich sagen: Besetztes Haus in Berlin.

James: Warehouses in London sind aber definitiv einen Besuch wert. Da passieren spannende Dinge. Aber ich würde auch sagen: Berlin, weil es halt nicht direkt bei uns um die Ecke ist.

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Und weils so schön war, hier gleich noch einer der ersten Songs von Honne. Auf dass er euch warm hält oder die Sommernächte noch schöner macht!

ZehnMalZwei: Interview mit Honne (Quelle: Blogrebellen)

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