EILMELDUNG +++ Klimawandel bedroht Kaffee, Schokolade, Bier +++ EILMELDUNG

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Liebe Freunde der Sonne, es geht ein Aufschrei durch Deutschland. Der Oberabfuck steht bevor. DER KLIMAWANDEL BEDROHT KAFFEE, SCHOKOLADE, BIER UND ANDERE LEBENSWICHTIGE GENUSSMITTEL! Das kann man schon mal groß schreiben.

Klimawandel an sich finden die meisten ja schon eher semigut – Polkappenschmelze, Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme, Ernteausfälle, Hungersnöte, Klimaflüchtlinge, hört sich nicht schön an. Uns Mitteleuropäer betrifft das aber meist nur marginal (außer, dass man sich auf Malle schneller mal ‘nen Sonnenbrand holt und eventuell einem dieser ‘Flüchtlinge’ über den Weg laufen könnte, ach du Schreck).

Warum uns jetzt aber wirklich die Düse geht und es der Klimawandel in alle Medien schafft: In 30 Jahren soll es keinen Kaffee mehr geben! Und keine Schokolade! Und keinen Wein! Und kein Bier! Und keine Äpfel! Ja sag mal, hackt’s beim Wetter? Irgendwann reicht’s mit diesem Klimaterror! Da werden die braven Deutschen zu WUTBÜRGERN!

Verständlich, wo uns nun aus heiterem Himmel der Supergau bevorsteht. Haben sich viele vor ein paar Jahren noch total auf die Erderwärmung gefreut, ist den meisten heute klar: Hier wird es gar nicht wirklich wärmer, nur wässriger. Alle Hoffnungen auf Copacabana in Wanne-Eickel zerstört. Statt dessen nun: Regen, Regen, Popegen, und das in absehbarer Zeit ohne dringend benötigte Stimmungsaufheller wie ein leckeres alkoholisches Gebräu oder ein zartschmelzendes Schokostückchen. Da hat doch keiner mehr Lust, vor die Tür zu gehen, wenn überhaupt noch jemand aus dem Bett kommt. Es wird kein soziales Leben mehr geben! Es wird kein Glück mehr geben! Es wird … keine Menschen mehr geben!

Bevor wir nun in die Imagination wilder Schreckensszenarien abdriften, hier mal ein paar Fakten: Der Klimawandel zerstört heute schon die Ernten vieler Kaffee- und Kakaoanbaugebiete in südlichen Gefilden, gefährdet aber auch die Wein- und Hopfenernte in Europa. Brasilien, einer der wichtigsten Kaffeeexporteure, musste im letzten Jahr wegen Dürre mit einem Ernteausfall von 25 % klarkommen. In unseren Breitengraden heißt das Problem ‚milde Winter‘. Die machen durch die frühe Blüte den Winzern und Hopfenbauern zu schaffen, genauso wie den Apfelzüchtern. Das Pils stirbt, der Riesling auch, und Granny Smith liegt schrumpelig darnieder. Das ist dramatisch. Scheiß auf die Eisbären.

Was tun? Bevor ihr euch mit einer Überdosis Coffein, Zucker oder Alkohol ins Nirvana schießt – es gibt ganze drei Möglichkeiten, der absoluten Genussmittelkatastrophe zu entgehen:

  1. Verschwörung: Glaub einfach nicht an den Klimawandel. Mach ’ne Verschwörung draus, und das Problem ist gelöst. ‚Die‘ wollen doch nur unsere Freiheiten einschränken und die Bevölkerung reduzieren. Also verbrenne ich meinen Hausmüll im Garten, fahre mit meinem SUV bis zum Briefkasten, lasse all meine Glühbirnen (die alten!) brennen, trete heimlich Pflanzen tot und pinkel‘ in den sauren Ozean, gnihihi.
  2. Ersatzstoffe: Es muss ja nicht immer Schokolade, Kaffee und Bier sein. Es geht ja auch mal ein Stück Butter mit Zucker. Oder die lahmarschige Schwester von Kaffee, Tee. Oder die andere, fiese Schwester – Caro. Und wer braucht Bier oder Wein? Es gibt doch Korn! Hmmm, lecker!
  3. Öko: Wir könnten etwas gegen die Klima-Erwärmung tun. How about vegetarisch essen? Oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren? Oder regionale Lebensmittel kaufen? Greenpeace hat mal nachgerechnet, wie viel das tatsächlich bringt – sehr motivierend, wie ich finde. Und ansonsten kann man auch den Politikern mal ein bisschen Feuer unterm Hintern machen. Damit die Ende des Jahres was reißen, bei der Klimakonferenz in Paris. Kein kalter Kaffee wie in Lima diesmal, liebe Volksvertreter, sonst ist hier die Hölle los!

Übrigens: In Genf treffen sich gerade Meteorologen, um Mittel und Wege zu finden, die schlimmsten Katastrophen vorherzusagen und Menschen zu schützen. Vorhersagen – nicht verhindern. Denn die Erderwärmung ist bis 2100 nur noch unter 2 °C zu halten, wenn wir jetzt handeln. Und zwar echt jetzt. Selbst eine Verzögerung bis 2025 verurteilt das Vorhaben zum Scheitern. Wenn wir es aber schaffen, rettet das bis 2040 schlappe 2,4 Millionen Menschenleben. Und unsere Schokolade… Also dalli!

Bild: Quelle

EILMELDUNG +++ Klimawandel bedroht Kaffee, Schokolade, Bier +++ EILMELDUNG (Quelle: Blogrebellen)

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