Daily Briefing Donnerstag, 11. Juni – Von der kleinen Chefin und Ohrwürmern

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Tach auch.

Ich bins wieder, euer CvD für heute. Besonders chefös fühle ich mich heute ja nicht, ehrlich gesagt. Das mag an meiner Tochter liegen, die eine Woche am Stück bei mir war. Ihr Ehrentitel ist „kleine Chefin“, aber das stimmt natürlich nicht, denn von „klein“ kann diesbezüglich keine Rede sein. Wie immer nach so einer Kindwoche, bin ich total übermüdet. Wer immer beschlossen hat, dass Schule schon um acht Uhr morgens anfängt, war ein fieser Sadist.
Andererseits kann so ein bisschen Schlafentzug auch ein ganz guter Katalysator für lustige Gehirnaktivitäten sein. Ich bin zum Beispiel ziemlich empfindlich, was Ohrwürmer betrifft. Irgendein Song kreist eigentlich ständig in meinem Kopf, aber nach einer Woche mit dem Wecker auf kurz nach sechs, kann praktisch alles meine interne Heavy Rotation triggern.
Oh Mist, schon ist es wieder soweit, just in dem Moment, als ich dies hinschreibe, erscheint irgendwo in meinem Kopf ein Songtext und eine Melodie. „Sechs Uhr vierzehn, Bahnhof Zoo. Der Zug fährt ein, die Bremsen schrein.“

Linie 1 ist allerdings nichts, was mich verwundern würde. Seit ich ’89 kurz vor dem Mauerfall auf Klassenfahrt in Berlin war und dort das Musical sah, hat dieser Song einen Stammplatz in meinem Kopfkino. „Schicksal und Pisse. Wahnsinn das isse, die Luft von Berlin.“ Und jedes verdammte Mal, läuft mir eine Träne dabei aus dem Auge. Musik plus Erinnerungen, sind halt eine emotional wirkungsvolle Kombi bei mir.

Was jetzt passiert, ist aber neu. Nicht nur die Bremsen schreien, nein, auch die Tochter des bösen Ming schreit. Und zwar wörtlich: „Nicht die Bohrwürmer!“. Ich weiß bis heute nicht, was Bohrwürmer sind, aber sie dienen der Folter im übelst trashigen Kinofilm „Flash Gordon“ von 1980. Wahrscheinlich ein Assoziationsoverflow, der sich aus „Tochter“, „Ohrwurm“ und „schreien“ ergab. Die Folge davon ist klar: „Flashhhhhhhhh! A-aaaaaaaaaaa. Savior of the Universe.“

Und so geht das bei mir mehr oder weniger den ganzen Tag. Wahrscheinlich höre ich deswegen so gerne Musik. Die interne Playlist ist mir einfach zu chaotisch. Und gestern war es noch schlimmer. Die kleine Chefin sang mir „Kein schöner Land“ vor, und eine Welle von Volksliedern rollte mir durch den Schädel. Ich erspare euch die Einzelheiten.
Wisst ihr, wie Ohrwurm auf italienisch heißt? „Tormentone“. Übersetzen lässt sich das als „großer Belästiger“ und damit ist auch schon alles gesagt.

Ich stelle jetzt das Denken ein und blogge noch ein bisschen. Wird besser sein…

Daily Briefing Donnerstag, 11. Juni – Von der kleinen Chefin und Ohrwürmern (Quelle: Blogrebellen)

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